In eigener Sache
2011 feiert die CreativWerkstatt ihren zehnten Geburtstag. Aus diesem Anlass haben wir uns ein ganz besonderes Angebot ausgedacht. Kreuzüber heißt eine Projekt-Reihe, bei der es recht ungewöhnlich zugeht und die es vermutlich an keiner anderen Jugendkunstschule gibt. Wir verbinden unterschiedliche künstlerische Gattungen, Kunstsparten und Kunststile miteinander oder besser: wir kreuzen sie und entwickeln hieraus aufregende neue Kunstformen.In unserem Tanzprojekt Hip-Hop meets Modern Dance verschmelzen Breakdance, klassisches Ballett und zeitgenössischer Tanz zu einer gemeinsamen Bühnenperformance. Unter der Leitung von Tänzerin Kama Frankl und B-Boy Janis „Jah“ Heidmann vom Jungen Pottporus in Herne entsteht eine kleine Choreographie, welche die verschiedenen Tanzstile vereint. Street Art trifft Hochkultur. Für Jugendliche ohne Vorkenntnisse stehen die beiden Vorbereitungskurse Breakdance und Modern Fusion bereit. Öffentlich präsentiert wird die ungewöhnliche Tanzperformance während der Verleihung des Kompetenznachweises Kultur am 29. Juni 2012 im Glashaus. Den passenden Rahmen entwerfen die Künstlerinnen und Künstler unseres Graffiti-Workshops Dosenkunst trifft Bühnenbild.
Fetziges Design, fantasievolle Kreationen, selbst entworfen und aus den verrücktesten Materialien wie Stoffen, Folien, Papier oder Leinwand hergestellt – in unserer Modeakademie c.a.f.c.a. meets poetry bekommen Mädchenträume vom eigenen, unverwechselbaren Style Flügel. Vorgeführt werden die eigenwilligen Kollektionen am 29. Juni 2012 in einer atemberaubenden Bühnenshow zu einer selbst erarbeiteten Choreographie, unterlegt mit Musik, Videobildern und eigenen poetischen Texten. Modedesign trifft Bildende Kunst, Literatur, Tanz und Musik. Für das poetische Textwerk gibt es einen Vorbereitungsworkshop extra: poetry meets c.a.f.c.a. Unterstützung erhalten die Jungdesignerinnen von unseren Dozentinnen Kerstin Cizmowski, Verena Kuhlmann, Antje Volkmer und dem Videokünstler Jan Glatzel.
Eins auf die Ohren gibt es bei den Hertener Kinderreportern. Unter der Leitung des Kölner Klangkünstlers Peter C. Simon (re-)konstruieren unsere Nachwuchsreporterinnen und -reporter die Geräuschkulisse des ehemaligen Schwimmbads gegenüber vom Hertener Rathaus. Ob das Rauschen einer Dusche, Badelatschegeklapper auf den Fluren oder ein Sprung vom Einmeterbrett ‑ ganz ohne Bild und Worte wird ein verschwundenes Gebäude wieder zum Leben erweckt. Klassischer Reportagestil trifft Klang- und Hörspielkunst. Erste Kostproben werden ebenfalls am 29. Juni 2012 im Glashaus zu hören sein.
Scharfe Beobachtungsgabe, viel Fantasie und jede Menge kriminalistischer Spürsinn sind in unserem Tatort-Projekt gefragt. Teilnehmende des Workshops Tatort Krimi, geleitet von Autorin Gabriele Ikinger-Büse, schreiben ihre erste kleine Detektivgeschichte. Wichtige Hinweise, wodurch sich Spitzbuben verraten, selbst wenn sie hartnäckig die Tat leugnen, gibt’s in der Vorlesung Tatort Spurensicherung unserer Hertener KinderUni. Lina Winkler, waschechte Kriminaltechnikerin aus Münster, erzählt, wie die Polizei anhand von Fußspuren, Fingerabdrücken oder Spucke den richtigen Täter fängt. Eine Spurensuche der ganz anderen Art bietet der Workshop Tatort Bild unter der Leitung von Künstlerin Kerstin Cizmowski: Mit Lupe oder Mikroskop stark vergrößerte Details liefern die Vorlage faszinierender Kunstwerke. Polizeiliche Ermittlungsarbeit trifft Kunst.
Wir wünschen allen Teilnehmenden viele neue Entdeckungen und viel Spaß!

